KAWAG Netze unterstützen Digitalisierung

Aspach, 13. Dezember 2017 Pressemitteilung

KAWAG Netze unterstützen Digitalisierung - für 2018 Rekordinvestitionen in Stromnetze beschlossen

Die KAWAG Netzgesellschaften werden 2018 ihre Investitionen in die Netzinfrastruktur weiter steigern. Im kommenden Jahr tätigen die beiden gemeinsamen Netzgesellschaften aus 22 Städten und Gemeinden in den Landkreisen Heilbronn, Ludwigsburg und Rems-Murr, des NEV (Neckar-Elektrizitätsverband) und der Süwag Energie AG dafür Investitionen von rund 6 Mio. Euro. Diese Summe wird konsequent in den Erhalt, den Ausbau und die Digitalisierung der kommunal kontrollierten Netze fließen, so der Beschluss der 22 Bürgermeister und Vertreter des NEV und des Energieversorgungsunter-nehmens im Rahmen der Gesellschafterversammlungen der KAWAG Netze heute in Aspach.

Digitalisierung des Netzes – Investitionen in Smart Grid auf Verteilnetzebene zur Umsetzung der Energiewende vor Ort
In den vergangenen Tagen wurden in Weissach im Tal sowie in Aspach intelligente Ortsnetzstationen errichtet. Diese zählen mit zu den ersten im gesamten Netzgebiet. Mit dieser Investition in Smart Grids und der damit umgesetzten weiteren Digitalisierung der Stromnetze geben die KAWAG Netze auf Einspeisungsfragen der Energiewende sowie auf den Wachstumsmarkt E-Mobilität durch Netzverstärkung zukunftsfähige Antworten. Aktuellen Anforderungen und steigender Nachfrage wird so vorausschauend entsprochen.

Nah an der Wirtschaft – Leistung durch moderne Netzanschlüsse auf Grund von Wirtschafts- und Bauboom
Im Fokus der Investitionen steht weiterhin die kontinuierliche Ertüchtigung der Verteilnetze, die auch künftig deutlich über der Abschreibungshöhe liegt. Zudem reagieren die KAWAG Netze auf das Wirtschaftswachstum und den Bauboom im Netzgebiet durch das Angebot bedarfsgerechter Leistungen und Netzanschlüsse für Großabnehmer:
Für das Entwicklungszentrum von Bosch in Abstatt unter anderem mit dem Schwerpunkt E-Mobilität oder für den neuen Verwaltungssitz von Lidl in Bad Wimpfen wird diesen und allen anderen Kunden durch moderne Netzanschlüsse eine sichere Stromversorgung garantiert.

Zufriedenheit bei kommunalen Mehrheitseigentümern
Bernd Bordon, Bürgermeister der Gemeinde Untereisesheim und Aufsichtsratsvorsitzender der KAWAG AG zeigt sich zufrieden mit dieser klaren Ausrichtung, „die kommunale Daseinsvorsorge verlässlich und mit Weitblick im Verbund mit den Nachbargemeinden sicherzustellen.“
Sein Amtskollege Klaus Zenth, Bürgermeister in Abstatt und neuer Aufsichtsratsvorsitzender der KAWAG Netze GmbH teilt diese Einschätzung und ergänzt: „Die KAWAG Netze verdeutlichen nicht nur den Erfolg kommunaler Netzgesellschaften für eine sichere und verlässliche Stromversorgung, sondern sind auch ein wirtschaftlicher Mehrwert für die beteiligten Kommunen.“
Der Investitionszuwachs von fast 25 % gegenüber dem Vorjahr berücksichtigt die sich verändernden Bedarfe durch das Wirtschaftswachstum der Region bei gleichzeitiger Beachtung einer langfristigen Orientierung anstelle kurzfristiger Renditeinteressen – wie es die kommunale Mehrheit befürwortet. Die KAWAG Netze als größte kommunale Netzgesellschaft im Süwag-Versorgungsgebiet unterstützen damit die Energiewende in Form neuer Netzeinspeisungen sowie den Ausbau der E-Mobilität durch eine Verstärkung des Stromnetzes.
Zufrieden über die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre zeigt sich auch Mario Dürr, Geschäftsführer des NEV (Neckar-Elektrizitätsverband). „Die Netzgesellschaften verdeutlichen durch ihre solide Ausrichtung und seit Jahren guten Erträge den Erfolg kommunaler Netzgesellschaften und unterstreichen die Bedeutung solidarischer Zusammenarbeit in Zeiten der Energiewende.“
Sein Co-Geschäftsführer Thomas Ruoff von der Süwag Energie AG hebt die enge Partnerschaft mit den beteiligten Kommunen hervor: „Mit dem KAWAG Netzmodell bestätigt die Süwag Energie AG ihre verlässliche Partnerschaft mit den beteiligten Kommunen – man kennt sich, man schätzt sich, die Zusammenarbeit durch die Bündelung der jeweiligen Stärken ist nicht nur ein Erfolgs-, sondern auch ein Zukunftsmodell.“
Mike Schuler, Vorstandsmitglied der Süwag Energie AG, der für das Unternehmen an den KAWAG Gremiensitzungen teilnimmt, gratuliert der kommunalen Netzgesellschaft zu ihrer erfolgreichen Arbeit. „Die KAWAG Netze verdeutlichen, das kommunale Mitbestimmung sowie die Erfahrung und das Know-how der Energieversorgungsunternehmen ein erfolgreiches wie zukunftsweisendes Modell darstellt.“

Langfristige Finanzplanung beschlossen
Auf den heutigen Aufsichtsratssitzungen und Gesellschafterversammlungen der KAWAG Netze GmbH & Co. KG sowie der KAWAG AG & Co. KG wurden die Wirtschaftspläne für 2018 sowie die langfristige Finanzplanung bis 2022 beschlossen. Diese schreiben die Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung der Netze fort. Bei der KAWAG Netze GmbH & Co. KG wurde Klaus Zenth, Bürgermeister der Gemeinde Abstatt, zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden für die nächste Amtsperiode gewählt. Er löst damit Steffen Döttinger, Bürgermeister der Gemeinde Affalterbach, nach vier Jahren erfolgreichen Wirkens ab. Bernd Bordon, Bürgermeister der Gemeinde Untereisesheim, wird als Aufsichtsratsvorsitzender der KAWAG AG und Co. KG für die zweite Amtsperiode wiedergewählt.

Über die KAWAG-Netze:
Die KAWAG Netze sind 2012 gegründet worden und umfassen aktuell 22 Städte und Gemeinden in den Landkreisen Heilbronn, Ludwigsburg und Rems-Murr, den NEV (Neckar-Elektrizitätsverband) und die Süwag Energie AG. Die KAWAG Netze teilen sich in ein GmbH- und AG-Modell auf. Für das GmbH-Modell haben sich die Gemeinden Abstatt, Affalterbach und Althütte entschieden. Im AG-Modell haben sich die Städte und Gemeinden Aspach, Bad Wimpfen, Beilstein, Benningen am Neckar, Burgstetten, Erdmannhausen, Großbottwar, Großerlach, Hessigheim, Kirchberg an der Murr, Neckarsulm, Neckarwestheim, Oberstenfeld, Oppenweiler, Pleidelsheim, Spiegelberg, Sulzbach an der Murr, Weissach im Tal und Untereisesheim zusammengeschlossen. Sowohl an der KAWAG Netze GmbH & Co. KG als auch an der KAWAG AG & Co. KG ist die kommunale Seite jeweils mit 51 % mehrheitlich beteiligt. Die Süwag Energie AG ist in beiden Varianten mit 49 % der Anteile vertreten. Die Netzgesellschaften haben die Stromnetze erworben und verpachten sie zum Betrieb an die Süwag Energie AG.

Über den NEV:
Der Neckar-Elektrizitätsverband (NEV) ist ein kommunaler Zweckverband, dem 167 Städte und Gemeinden sowie 9 Landkreise angehören. Das Verbandsgebiet erstreckt sich vom Landkreis Heilbronn im Norden bis zum Landkreis Reutlingen im Süden von Baden-Württemberg. Der Sitz des Verbandes ist Esslingen am Neckar. Der NEV hat insbesondere die Aufgabe, die Interessen seiner Mitglieder auf dem Gebiet der Energieversorgung zu vertreten und auf eine einheitliche, zweckmäßige, wirtschaftliche und umweltschonende Energieversorgung der Gemeinden und aller Abnehmerkreise des Verbandsgebiets hinzuwirken. Im Rahmen dieser Aufgabe steht die hauptamtlich besetzte Geschäftsstelle allen Gemeinden, Landkreisen, Behörden und Stromabnehmerverbänden zur Beratung zur Verfügung.

Über die Süwag:
Die Süwag Energie AG ist eine Aktiengesellschaft mit kommunaler Beteiligung. Das knapp 5.200 Quadratkilometer umfassende Versorgungsgebiet der Süwag und ihrer Tochterunternehmen verteilt sich auf vier Bundesländer: Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern. Sie ist multiregional aufgestellt und mit zahlreichen Standorten nah an ihren Kunden - getreu ihrem Versprechen: Meine Kraft vor Ort. Die Süwag beschäftigt rund 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bildet jährlich rund 100 Auszubildende aus.

„Grüner, kommunaler und digitaler“ lautet die Strategie der Süwag, um die Energieversorgung der Zukunft zu gestalten. Dazu gehören grüne Netze, grüne Produkte und grüne Erzeugung. In den Ausbau „grüner“ bzw. dezentraler Erzeugungsanlagen – vorzugsweise aus Biomasse, Wind-, Sonnen- und Wasserkraft – und „grüner“ Netze investiert die Unternehmensgruppe in den nächsten Jahren zusätzlich 100 Millionen Euro. Und das ausschließlich in den eigenen Regionen. Dort erzeugen die Süwag und ihre Tochterunternehmen heute bereits rund 250 Millionen kWh „grünen“ Strom ausschließlich aus regenerativen bzw. dezentralen Energieerzeugungsanlagen.

 

Freude über das erfolgreiche Netzmodell auf allen Seiten.
V.l.n.r. Mario Dürr, Geschäftsführer Neckar-Elektrizitätsverband und Geschäftsleitung der KAWAG Netzgesellschaften; Thomas Ruoff, Süwag Energie AG und Geschäftsleitung der KAWAG Netzgesellschaften; Klaus Zenth, Bürgermeister der Gemeinde Abstatt und Aufsichtsratsvorsitzender ab 2018 der KAWAG Netze GmbH & Co. KG; Bernadette Boot, Süwag Energie AG und stellvertrende Aufsichtsratsvorsitzende der KAWAG Netzgesellschaften; Steffen Döttinger, Bürgermeisters Gemeinde Affalterbach und bis 2017 Aufsichtsratsvoritzender der KAWAG Netze GmbH & Co. KG; Mike Schuler, Vorstandsmitglied Süwag Energie AG; Bernd Bordon, Bürgermeister der Gemeinde Untereisesheim und Aufsichtsratsvorsitzender der KAWAG AG und Co. KG.