Solarpark übertrifft Prognose

Badische Zeitung, 30. November 2018 Presseartikel

Solarpark übertrifft Prognose

Anlage in Kenzingen liefert mehr Strom als erwartet/Thorsten Koch neuer Co-Geschäftsführer

KENZINGEN (BZ). Die Gesellschafterver­sammlung der Solarpark Kenzingen GmbH konnte kürzlich ein sehr erfreuliches Fazit ziehen.
Denn in den ersten elf Monaten des Jahres 2018 wurde der für diesen Zeitraum prognostizierte Ertrag von 2,78 Millionen Kilowattstunden
um zehn Prozent übertroffen: Das bedeutet rund 290.000 Kilowattstunden mehr Sonnenstrom und somit rund 200 Tonnen
weniger C02-Emissionen, wie die Betreiber in einer gemeinsamen Pressemitteilung betonen.
Mario Dürr, Geschäftsführer des Mehrheitseigners Neckar-Elektrizitätsverband, freut sich über den guten Sonnenertrag:
"Im Konsens der kommunalen Mitglieder hat sich unser Verband für ein stär­keres Engagement bei den ErneuerbarenEnergien entschieden.
Wir freuen uns, dass dieses Engagement auch wirtschaftlich erfolgreich ist und zeigt, dass sich der Einsatz für die Energiewende lohnt."
Über diese Entwicklung freut sich auch Kenzingens Bürgermeister Matthias Guderjan bei einer gemeinsamen Besichtigung des Solarparks.
Die Gemeinde ist über die Kenzingen Regenerativ GmbH sowie über die Pacht an den Sonnenerträgen beteiligt.
Ein Wechsel gab es an der Spitze des Solarparks Kenzingen. Zum neuen Co-Geschäftsführer neben Mario Dürr wurde
Thorsten Koch, Leiter Controlling Erneuerbare Erzeugung bei der EnBW bestellt. Er übernimmt das Amt von Klaus Wachter, der in den Ruhestand gewechselt ist.
,,Ich freue mich darauf, die in allen Belangen sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit den regionalen Partnern in bewährter Weise fortzusetzen", wird Thorsten Koch zitiert.
Auf der Fläche des ehemaligen Sprengplatzes der französischen Streitkräfte in Kenzingen wird seit August 2016 Strom erzeugt. Die EnBW Solar GmbH hatte in
den zwei Monaten davor rund 9.900 Photovoltaikmodule auf dem 4,4 Hektar großen Gelände installiert. Die Module haben eine Gesamtleistung von 2,62
Megawatt und können jährlich durchschnittlich 850 Haushalte mit Strom versorgen. Der Solarpark wird von der Gesellschaft „Solarpark Kenzingen GmbH" betrieben.
Eigentümer der Gesellschaft sind der Neckar-Elektrizitätsverband (NEV) mit 65 Prozent, die Gemeinden Weissach (17 Prozent) und Ostfildern (3 Prozent), sowie die EnBW (10 Prozent)
und die Kenzingen Regenerativ (5 Prozent). Die EnBW ist dabei für die Direktvermarktung und technische Betriebsführung des Solarparks zuständig.